Liebe Leutz, ich kann’s schon nicht mehr hören. 249 Euro für Sonys am 22. Februar kommenden Handheld Playstation Vita seien zu „viel“, im Preis „überzogen“ und teilweise wird sogar von „Abzocke“ gesprochen. Spätestens als die Technikgurus von „umdtechinsights.com“ den Taschenspieler auseinandergenommen und die Einzelteile preislich eingeordnet hat, gibt’s für viele kein Halten mehr: Zusammengerechnet 159,10 Dollar, umgerechnet etwa 121 Euro, kostet Sony jede 3G-Version der PS Vita in der Herstellung, schätzt der Technikblog. Für mehr als das Doppelte stellt der Hersteller seinen Handheld in die Regale – ein Grund für viele Gamer, hier von „Wucher“ zu reden. Aber stimmt das wirklich?
Weihnachten ist die Zeit der Liebe, der warmen Worte füreinander, des Friedens und natürlich auch der Geschenke. Und wie der eine oder andere vielleicht schon mitbekommen hat, haben wir hier in der Redaktion dem Weihnachtsmann in diesem Jahr einiges an Geschenken abgenötigt. Vom Jubiläumsgewinnspiel über die Verlosung zum Spiel des Jahres, die große Leserumfrage, zum Facebook-Adventskalender… ach ja… der Facebook-Adventskalender… scheinbar haben einige Leser der Webseite in diesem Jahr faule Eier oder schlimmeres hinter den Türchen gehabt. Oder sind unartig gewesen und statt dem Nikolaus nur Knecht Ruprecht begegnet. Oder wie, verdammte Christbaumspitze, kann man sich sonst diesen unsäglichen Hass erklären, der gerade unterm Kommentarfeld zur Adventskalender-News sprudelt??? Den ganzen Beitrag lesen »
Neidisch bin ich ja schon auf meinen Japan-Korrespondenten Jacob Iyamu. Während ich hier in München meinem Alltag nachkomme, stolziert der Kollege auf Japans größter Fachmesse für Videospiele herum – die Tokyo Game Show. Dort stellen gerade Branchengrößen wie Namco Bandai, THQ, Tecmo-Koei, Sega, Nintendo ihre aktuellen und kommenden Spiele vor. Fast schon wichtiger: wer die Titel vorstellt. Das übernehmen nämlich durchwegs junge Japanerinnen in äußerst knappen und anreizenden Outfits. Sex sells – und verdammt, das tut’s wirklich. Denn Mädels nach würde ich gleich jeden Titel drei Mal kaufen.
Dankenswerterweise hat Jacob die heißen Damen abgelichtet und die über 170 Fotos freundlicherweise für den Blog freigegeben. Wer jetzt übrigens das ein oder andere japanische Videospiel oder Figur haben möchte, sollte Jacobs Onlineshop unter www.solaris-japan.com aufsuchen. Zwar verkauft er dort keine Hostessen, dafür allerhand Retro-Raritäten, aktuelle Titel und jede Menge Merchandise, das es oft nur den Japaner vorbehalten ist. Ein Blick für Nippon-Fans lohnt sich also.
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Es ist Freitag, der 19, August, dritter Tag der Gamesom, 23:48 Uhr. Hinter uns am XMG-Stand in Halle 6 läuft gerade eine dicke Party. Nicht schlecht: Freigetränke, ein DJ, der sein Handwerk gut versteht und mal abgesehen von einigen schlechten Tänzern ist die Stimmung hervorragend. Vor allem, seit wir zu siebt die Effect-Drink-Plünderer von unserem Stand, der direkt gegenüber aufgebaut wurde, vertrieben und auch die Raucher aus unseren Lounge-Sesseln ins Freie verbannt haben. Jetzt hat das Ganze hier fast schon ein wenig VIP-Feeling: schwarze Ledersessel mit Blick auf die Leinwand gegenüber, Musikbeschallung, lecker Getränke und vor allem noch einiges an Luft, um ausreichend atmen zu können. Luxus, während sich vor uns auf dem Gang die Leute auf die Füße treten, zu viel Bier schlürfen und kostenlose Kinderriegel einwerfen. So war das letztes Jahr, auf der Gamescom 2010 noch jeden Tag. Egal ob Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Samstag: irgendwo war immer was los, irgendwo gab’s immer was zu feiern, für das die Gäste keinen Eintritt und schon gar keine Getränkepreise zahlen mussten. Dieses Jahr ist alles irgendwie anders. Anonymer. Voller. Ungemütlicher. Kurzum: Asozialer. Harte Worte für Europas größte Gaming-Messe, aber angebrachte. Und das sage ich als Journalistin, die bei Präsentationen, Goodies und Gesprächen sowieso noch bevorzugt wird. Heute, drei Tage nach Messestart, kann ich das erste Mal behaupten, dass die Gamescom in diesem Jahr Wort hält mit ihrem Motto: Celebrate the Games.
Bisher hingegen: herbe Enttäuschung. Kaum ein Publisher zeigt den Besuchern wirklich etwas Neues, wie schon im letzten Jahr stehen viele nur deshakb drei und mehr Stunden in der Warteschlange, um mit 10 Minuten Multiplayer oder 5 Minuten Trailer abgespeist zu werden. Lohnt sich das? Früher gab es für die wartenden Fans wenigstens noch ein bisschen Zuckerbrot in Form von T-Shirts, Schlüsselbändern, Postern… heute machen sich die Freaks auf gigantischen Bühnen zum Affen, um am Ende ein lächerliches Schweißband abzugreifen. Lohnt sich das? Und was ist eigentlich aus den rauschenden Partys geworden? Dienstag luden Grasshopper und Digital Reality in das Top of Cologne: tolle Aussicht, tolle Spiele. Aber um 22 Uhr war Schicht im Schacht. Donnerstag feierte Nordic Games im “Bootshaus”. Eine Location, die uns der Taxifahrer charmant als “ach, diese Drogenabsteige” anpries. Er sollte Recht behalten: schmuddelig, laut, eklige Drinks, unterste Schublade. Donnerstag feierte Wargaming.net am gleichen Ort. Trotz vorheriger Anmeldung erwartete uns eine einzige Katastrophe: Meterlange Schlangen noch bevor der Eingang überhaupt in Sichtweite war, Platzregen und Security-Leute, die alle 10 Minuten 5 von gefühlten 500 wartenden Leuten hereinließen. Wir sind umgekehrt, noch bevor wir Diskoluft schnuppern konnten. Vielleicht besser so.
Und heute? Der erste Tag, der sich wieder halbwegs nach Gamescom anfühlt. Eine traurige Bilanz, vor allem für Otto-Normal-Besucher. Letztere sind – das muss hier einfach mal gesagt werden – aber auch nicht unschuldig an ihrem Dilemma. Wer verschenkt denn gerne noch Goodies, wenn die Dreistigkeit der Leute kaum mehr zu überbieten ist? An unserem Stand werden im Minutentakt iPads manipuliert, statt sich in unserer Gamescom-App auszutoben; Drinks werden geklaut statt danach zu fragen; und statt sich mit einem Heft gratis zu begnügen, muss es gleich der halbe Heftständer sein. Leute, das ist einfach nur asozial! Aber genug der Meckerei! Ich bin mir sicher, die beiden stressigsten Tage stehen uns mit dem Samstag und dem Sonntag noch bevor. Und es gibt ja auch die Kehrseite der Medaille: richtig nette Typen, mit denen man sich stundenlang unterhalten kann, die über beide Ohren strahlen, wenn man ihnen ein Gratis-Heft in die Hand drückt und die sich freuen wie ein Schnitzel, wenn sie bei uns spielen und einen Energy-Drink genießen dürfen. Also: weiter geht’s! Eigentlich kann’s jetzt nur noch besser werden!
David gegen Goliath, Mensch gegen Maschine – Gamer gegen Rennfahrer. Die Frage nach dem „wer ist besser?“ treibt Katja Poensgen und Lars Kühme Anfang April auf die Rennstrecke vom Sachsenring. Während die ehemalige Moto2-Profirennfahrerin und Sport1-Moderatorin Katja auf ihrem Kalex-Prototypen rast, versucht sich Gamer Lars in Capcoms Motorrad-Simulation „MotoGP 10/11“ auf Xbox 360. Die Aufgabe: Wer von den beiden schafft nach drei Runden die bessere Zeit? Der Verlierer muss mit dem Fahrrad eine Runde auf dem Sachsenring drehen.
Nachdem sich Katja und Lars einander kurz vorgestellt haben: „Du bist Lars und voll der Profi-Gamer? Man sieht’s, du bist auch ziemlich blass!“, geht’s auch schon an die reale und virtuelle Startlinie. Dass Lars Kühme übrigens Capcoms deutscher PR-Manager ist und eventuell schon im Vorhinein ein bisschen geübt hat, darüber schweigt die Fernsehsendung „Bike“ komplett. So bleibt’s halt eben spannender :-)
… Ostereier um genau zu sein. Doch nicht die Art von Hennen-Erzeugnis, die auf dem Frühlings-Frühstückstisch landet. Ich spreche hier von den sogenannten „Easter Eggs“. Das sind versteckte Anspielungen, Nachrichten oder Witze, die Programmierer mit voller Absicht in ihren Spielen verstecken. Hier also eine kleine Auswahl meiner Lieblinge. (Nicht vergessen: Diese Aufzählung ist keine Komplettliste von Ostereiern und selbst in den erwähnten Spielen können noch dutzende weitere Gimmicks gefunden werden.)
Borderlands – Ein Easter Egg für Filmliebhaber. Eine der 17.750.000 möglichen Waffen in „Borderlands“ heißt „Boom Stick“. Das ist eine Hommage an den Kultfilm „Armee der Finsternis“. Die Shotgun, die Ash benutzt, trägt nämlich genau diesen Namen.
Left 4 Dead 2 (deutsch) – Die Jukeboxen in der Zombie-Ballerei spielen insgesamt fünf verschiedene Songs, darunter „The Saints will never come“, eine Variante von „When the Saints go marching in“, „Still Alive“, den Abschluss-Song aus „Portal“ und „Re your Brains“, ein extrem witziges und absolut geniales Lied von Jonathan Coulton. Ach übrigens: „Still Alive“ ist auch von ihm.
Day of the Tentacle [PC] – Adventure-Fans lieben D.O.T.T. noch heute, aber auch der Vorgänger „Maniac Mansion“ hat einen besonderen Platz im Herzen von Liebhabern. „Day of the Tentacle“ war so nett seinen Vorläufer direkt mit in das Spiel zu integrieren. Besucht man nämlich Weird Ed Edison’s Zimmer und benutzt den Computer im Hintergrund, startet automatisch das komplette Spiel mit dem verrückten Anwesen.
Guitar Hero 3 – Diesmal was für alle Musikliebhaber. Es ist ziemlich offensichtlich, dass der Charakter Judy Nails wohl einen weiblichen Punk darstellen soll. Das ist eine Anspielung auf einen Song der amerikanischen Punkband „Ramones“. Diese nahmen den Song „Judy is a Punk“ auf.
Dead Space – SPOILER-WARNUNG – Nicole Brennan ist die Freundin von Protagonist Isaac Clarke. Während des Spiels weiß man nie so recht, ob sie tot ist oder lebt. Ob Isaac nun halluziniert oder was denn nun wirklich los ist. Kombiniert man allerdings die Anfangsbuchstaben der einzelnen Kapitel und liest sie aneinandergereiht, kommt dabei heraus „N.I.C.O.L.E.I.S.D.E.A.D.“
Habt ihr Lust, noch mehr über Easter Eggs zu lesen? Dann schreibt das in die Kommentare, oder erzählt mir doch besser gleich selbst von euren Lieblings-Eiern. ;)
Es gibt so Games, deren Titel ist so furchtbar schlecht, dass er schon wieder richtig genial ist. Eines davon: »Death Unicorn of Death«. Das ist ein simpler aber fantastisch bescheuerter Side-Scrolling-Shooter in dem, nun ja, man ein Todes-Einhorn steuert, das Regenbogenblitze und so aus seinem Horn feuert. Grandios! Ach. Und das ganze kommt mit herrlich epileptischer Grafik daher.
Microsoft hat im Herbst letzten Jahres einen beispiellosen Marketing-Feldzug für ihre Bewegungs-Steuerung Kinect gefahren – besonders im Mutterland der Xbox 360, den USA. Der hat sich aber auch ausgezahlt: Mittlerweile konnten über zehn Millionen Einheiten verkauft werden, ein echter Überraschungserfolg für die Mannen um Steve Ballmer also. Diverse Presse-Events und gefühlte zwei Dutzend Spiele später bleibt trotzdem irgendwie ein fader Beigeschmack.
Denn das Portfolio überzeugt nicht durchweg, gerade mal die Hälfte aller Spiele bieten eine annehmbare Bewegungserkennung – viele Entwickler scheinen mit der neuen Technologie noch nicht ganz klarzukommen. Die Bewegungsabfrage der kleinen Sensorleiste, dem Kopf von »Nummer 5« oder »Wall-E« nicht unähnlich, schaffen nur Wenige präzise zu nutzen. Spiele wie »Michael Jackson: The Experience«, »EA Sports Active 2«, »Your Shape: Fitness Evolved« oder auch einige von Microsofts Fuchtel-Games, besonders »Dance Central« und »Kinect Sports«, machen das schon richtig gut. »Virtua Tennis 4« kann es ebenfalls recht ordentlich.
Titel, die zeigen, wie es nicht sein sollte, gibt’s leider auch zuhauf: »Kinect Joy Ride«, »Fighters Uncaged«, »Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 1«, »Motionsports: Play for Real« und die absolut grottigen »Game Party in Motion« sowie »Sports Island Freedom« sprechen da eine deutliche Sprache. Brandaktuelles Negativ-Beispiel: »Carnival Games in Aktion«. Verzögerungen, Erkennungsprobleme und eine absolut katastrophale Menüführung trüben den Spaß an der neuen Technologie entscheidend. Da verwundert der eher verhaltene bis enttäuschte Tenor der Besitzer in Foren nicht.
Schön und gut, gerade mit neuen Technologie-Spielzeugen sind die ersten Schritte oft schwer oder der Erfolg nicht absehbar. Aber wieso kam monatelang kaum neues Spielefutter für Bewegungsfetischisten? Denn nach den Verkaufszahlen müsste doch auch dem letzten Dorfentwickler klar sein, dass die Basis der Kinect-Nutzer breit genug ist, um Absatz zu machen.
Immerhin hat der Spaß ja ein ziemlich dickes Loch in die Geldbeutel geneigter Gamer gerissen, da kann man auch eine stete und qualitativ hochwertige Software-Unterstützung erwarten. Und wo bitte bleiben die vollmundig angekündigten Games für Hardcore-Zocker? Zumindest »Child of Eden« kommt langsam in die Gänge, ansonsten sieht’s für Core-Gamer noch äußerst dünn aus. Sony hat mit »Killzone 3« und seiner Playstation-Move-Unterstützung einen ersten Vorstoß gewagt, wann zieht Microsoft da nach? Etwa erst mit »Halo 4«?
Dass man mit Kinect tolle Dinge anstellen kann, zeigten uns ja schon einige Hobby- und Fachprogrammierer. Kinect läuft auch am PC, so haben Robotik-Experten des renommierten »Massachusetts Institute of Technology« einen Staubsauger-Roboter mit Kinect ausgestattet. Der kann dann selbsttätig Hindernisse erkennen und umfahren und erkennt auch Menschen. Techniker der »University of Berkeley« kreierten einen Hubschrauber, der selbständig fliegen und navigieren kann. Ein Tüftler hat sogar »Killzone 3« auf Playstation 3 kinectisiert, wenn auch noch sehr hakelig, sollte das Video auf Youtube denn echt sein. Nichtsdestotrotz zeigen diese Beispiele , wo die Reise hingehen kann, wenn man nur fähige Programmierer dransetzt und etwas Mut beweist. Dass Microsoft diese Modifikationen duldet, zeigt, wie begeistert sie selbst von den Möglichkeiten ihres Tech-Babies sind.
Hier eine kleine Auswahl der spannendsten Kinect-Spielereien:
“Musikspielereien”
“Roboter”
“Killzone 3″
Bleibt wirklich zu hoffen, dass die Spiele-Welle nun endlich ins Rollen kommt und mehr Spieleentwickler auf den Bewegungszug aufspringen und neue, spektakuläre Games auf den Markt bringen. Damit das Ding endlich den angesetzten Staub abschütteln und richtig auftrumpfen kann!
Wie siehst du das? Hast du schon alle Hoffnung verloren, dass endlich »richtige« Spiele mit Kinect-Unterstützung kommen? Oder ist die Microsoft-Kamera nur nettes Beiwerk und zum ernsthaften Zocken ungeeignet? Sag es uns unter redaktion@360-live.de!
Erinnert sich noch jemand an die Schnipsel-Aktion? Also dieses Gewinnspiel von 360 Live, das wir anlässlich des 5-jährigen Jubiläums der Konsole und des Magazins ins Leben gerufen haben? Der Deal war: du schickst uns jeweils eine ausgeschnittene Heftecke aus den Ausgaben 08, 09, 10, 11 und 12/2010 – also fünf insgesamt – und kannst dafür eine von 500 Spiele-Vollversionen bekommen. Genial! Sagen die einen. Vornehmlich die, die unter den glücklichen 500 Gewinnern waren. Betrug! Hinterfotzigkeit! Unlauterer Wettbewerb! Sagen die anderen. Vornehmlich die, die KEINE der 500 Spiele-Vollversionen ergattern konnten. Du weißt schon, worauf das hinausläuft? Dann wart’s ab…
In der Zeit nach der Aktion haben wir uns hier in der Redaktion mehr oder weniger damit abgefunden, beinahe täglich irgendwelche Mails zu bekommen, in denen Leser nachfragen, ob sie denn nun zu den Gewinnern gehören oder nicht. Das ist ja auch okay. Schließlich hat sich jeder die Mühe gemacht, einen Brief loszuschicken. Und das in Zeiten von Mail, Facebook und Co.! Jeder will ja doch irgendwie Gewissheit haben – und sei es die Gewissheit, eben nichts gewonnen zu haben, wie in den meisten Fällen. Denn auch mit 500 Spielen ist das Kontingent eben beschränkt… an dieser Stelle deshalb nochmal für alle Wartenden: die Aktion ist vorbei, die Spiele wurden verschickt und wer bis heute keines erhalten hat, gehörte eben zu den Einsendern 501 aufwärts.
Also, alles kein Problem, auch wenn teilweise schon recht garstige und nicht immer jugendfreie Zuschriften darunter waren. Wir sehen ja gerne über die eine oder andere Beleidigung hinweg. Aber, heilige Süßkartoffel, was da am 24. März bei uns auf dem Schreibtisch gelandet ist, verdient quasi die virtuelle Medaille für Dreistigkeit: Auf einer ausgedruckten DIN-A-4-Seite lässt sich ein (Ex?-)Leser darüber aus, was für einen Mist wir doch gebaut hätten. Und besitzt zudem noch die Frechheit, sein “versprochenes” Spiel mit einer Frist von 14 Tagen einzufordern oder die Heftkosten erstattet zu bekommen, andernfalls würde er die Verbraucherzentrale und das Verbraucherbüro für unlauteren Wettbewerb einschalten. JA BITTE WAS?!?!
Zu schade, dass uns der verehrte Schreiberling untersagt hat, seinen Brief – auch nur auszugsweise – abzudrucken oder anderweitig zu veröffentlichen. Sonst hätte es in der kommenden Ausgabe eine passende Leserbrief-Antwort gegeben. Was der gute Silvio (den Nachnamen verschweige ich NUR, weil ich mir noch einen Funken gute Kinderstube bewahren will) vergessen hat: Seinen Namen zu nennen hat er nicht untersagt. Zudem gibt es ja noch das Presse- und Medienrecht, das es uns glücklicherweise möglich macht, über diesen Vorfall zu berichten, ohne Silvios Rechte am eigenen Text zu verletzen. Silvio, man muss eben nicht immer einen Leserbrief abdrucken, um seinen Inhalt preiszugeben :-P
Was ich mich ja nun wirklich frage: Wie um alles in der Welt bist du denn drauf? Und: hast du in Mathe nicht aufgepasst? Mal nachrechnen…. 500 Spiele-Vollversionen, mehr als 27.000 Leser… macht eine Diskrepanz von ungefähr… WOW! 26.500 Lesern!! Wie hoch ist wohl die Wahrscheinlichkeit, dass jemand NICHT unter den 500 Gewinnern ist?!
Wie auch immer: mein Dampf – und der der gesamten Redaktion über diese Zuschrift – sei hiermit abgelassen. Nur eines steht für uns alle hier jetzt schon fest: Eine zweite Aktion in der Größenordnung und mit dem wohlwollenden Gedanken dahinter wird’s so schnell garantiert nicht mehr geben. Oh, aber wer sich dafür bedanken will, Silvios Adresse habe ich! :-)
Was zum …? Hat Electronic Arts gerade Download-Inhalte für 190 Euro für nur EIN Spiel veröffentlicht? Das Beste dabei: „Tiger Woods PGA Tour 12: The Masters“ ist noch gar nicht erschienen und schlägt erst am morgigen Donnerstag auf. Keine Frage, Golf ist ein teures Hobby; allein ein guter Schläger kostet mehrere Euro. Ob Möchtegern-Tiger-Woods allerdings bereit sind, auch virtuell so viel abzudrücken?
Sorry, aber da fühl’ ich mich doch als Kunde ein bisschen veräppelt. Allein für das Hauptspiel verlangen Händler rund 70 Euro für die Playstation-3- oder Xbox-360-Fassung. Dann soll ich mir noch die ganzen Extra-Inhalte kaufen und insgesamt 260 Euro für ein Spiel zahlen? Da bekommt man den Eindruck, dass nicht mal die Hälfte des Spiels in der Packung steckt. Schon ärgerlich und schockierend zugleich so was …