Playstation Vita: Abzocke! Oder?
Liebe Leutz, ich kann’s schon nicht mehr hören. 249 Euro für Sonys am 22. Februar kommenden Handheld Playstation Vita seien zu „viel“, im Preis „überzogen“ und teilweise wird sogar von „Abzocke“ gesprochen. Spätestens als die Technikgurus von „umdtechinsights.com“ den Taschenspieler auseinandergenommen und die Einzelteile preislich eingeordnet hat, gibt’s für viele kein Halten mehr: Zusammengerechnet 159,10 Dollar, umgerechnet etwa 121 Euro, kostet Sony jede 3G-Version der PS Vita in der Herstellung, schätzt der Technikblog. Für mehr als das Doppelte stellt der Hersteller seinen Handheld in die Regale – ein Grund für viele Gamer, hier von „Wucher“ zu reden. Aber stimmt das wirklich?
Offenbar verstehen manche Leute gewisse Prozesse nicht. 160 Dollar kostet Sony die Vita – in der nackten Herstellung. So ein Handheld will erst einmal entwickelt und erprobt werden. Dann kommen noch Lieferkosten hinzu und schließlich will der liebe Einzelhändler auch noch was dran verdienen. Schwupps, schon entpuppen sich die 249 Euro für die WLAN- beziehungsweise 299 Euro für die WLAN-und-3G-Variante schnell als angemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Ein ähnliches Bild zeichnet sich bei den Vita-Spielen: „50 Euro für ein Spiel? Die spinnen wohl!“, liest man in diversen Foren. Aber mal ehrlich: Ist der Preis wirklich überzogen? Zum Beispiel „Uncharted: Golden Abyss“ liegt mit den großen Playstation-3-Versionen in Sachen Grafik und Umfang fast auf gleichem Niveau. Auch wenn’s „nur“ ein Handheld-Game ist, so schlucken die Produktionskosten demnach wohl ähnliche Budgets, wie die großen Versionen. Kann man also von überzogen reden? Ich glaube nicht.
Klar sind 249 und erst recht 299 Euro ein großer Batzen Geld. Aber zugegeben, dafür bekommen Käufer einen schönes, vielseitiges und verdammt beeindruckendes Stück Hardware in die Hand gedrückt. Nur die vergleichsweise teuren Speicherkarten hinterlassen einen faden Beigeschmack. Aber erfahrungsgemäß entpuppt sich der Preis für Memory Cards recht instabil und dürfte schnell fallen. Dann sollten auch die größten Nörgler verstummt sein. Oder was meinst du?

Am 4. Februar 2012 um 15:24 Uhr
Nicht zu vergessen:
# Gehälter der Sony-Mitarbeiter
# Kosten für Strom
# etc.
Ca. 100 – 150 Euro über dem Selbstkostenpreis ist für mich keine Abzocke.
Eher im Gegenteil, zieht man davon noch den Aufschlag der Händler ab.
Sony scheint aus dem PS3-Dilemma gelernt zu haben.
Am 9. Februar 2012 um 14:48 Uhr
Wenn man bedenkt, dass die PSP zu Beginn ebenfalls 250€ gekostet hat und man sich ebenfalls ins Gedächtnis ruft, dass diese graphisch nicht ganz an die PS2, dessen Lebenszyklus am Ende war, heranreichte, so halte ich das Preisniveau für durchaus angemessen. Die Vita hält problemlos mit dem Durchschnitt der aktuellen Konsolengeneration mit und bringt für einen Aufpreis von 50 Euro sogar noch gewisse Features eines Smartphones mit, so kann ich mein Geld guten Gewissens in das Stück Hardware investieren.
Man kann außerdem noch einen direkten Vergleich zu Nintendos Preispolitik ziehen und feststellen, dass ein Ninetndo DSi noch immer 140€ kostet, obwohl er technisch so gut wie nichts kann. Schlussendlich erscheint mir der Preis also mehr als angemessen.
Am 12. Februar 2012 um 11:52 Uhr
Hallo erstmal.Also ich verstehe diese Aufregung nicht.
Wenn man sich mal überlegt was eine Konsole (Handheld oder Normale)
in der Entwicklung allein schon kostet,kann man sich doch über den Preis nicht wirklich aufregen, oder?
Die Vita musste ja erstmal entwickelt ,geplant und designt werden.Dafür brauch man Mitarbeiter die Geld dafür bekommen und auch Kosten verursachen.Sie brauchen Strom ,Wasser und vieles mehr.Sie entwickeln sie ja nicht auf der Strasse.
Und dann kommt noch der Staat und will Steuern haben.Es müssen ja auch Marken eingetragen werden das gibt es ja auch nicht für Lau.
Natürlich könnte man die Vita auch für 200 € verkaufen aber ihr geht ja auch nicht umstonnst arbeiten.Wenn ihr euch mal Gedanken macht und überlegt dann werdet ihr nach 10 sekunden merken das die auch nur Geld verdiehnen möchten.
Also was regt ihr euch auf?? Es gibt einen Spruch:ERST DENKEN DANN REDEN!!!!
Am 13. Februar 2012 um 07:47 Uhr
Mir ist zwar der Einkaufspreis für Händler nicht geläufig, aber in der Regel ist der Gewinn bei Hardware vergleichsweise gering. Aber in der Regel kaufen die meisten mindestens ein Spiel zusammen mit dem Handheld, von daher rentiert sich das Geschäft dann doch – zumindest ein wenig.
Am 20. Februar 2012 um 16:38 Uhr
Viel zu teuer.
Wenn man bedenkt, dass man für das geld ne PS3 oder ne Xbox 360 mit Spielen und Headset bekommt ist das zu viel für einen Handheld.
Der Preis des 3DS ist dagegen optimal. Aber die Verkaufszahlen sagen hier mehr als tausend Worte.
Ich halte die Vita für das bessere Gerät, aber der Preis ist für viele nicht zahlbar.
Da sieht man halt auch dass die Leute nicht mehr so viel Geld in den Tascheb haben und genau überlegen was sie sich kaufen..
Am 23. Februar 2012 um 13:23 Uhr
Ich finde den Artikel vom Ansatz her nett, allerdings nicht weit genug gedacht.
Ein Markt besteht aus mehr Komponenten als Entwicklungskosten und dem den Kosten entsprechenden Verkaufspreis (außer geht von einer Monopolstellung aus).
Mobiltelefone und Tablets entwickeln und bewegen sich einfach schneller und haben ein Spielpreisniveau geschaffen das Sony in wirklich Schwierigkeiten bringen kann. Vor Allem davon ausgehen, dass sein Telefon sowieso jeder immer dabei hat.
Ich bin mir sehr sicher (darauf verwette ich meine Haare), dass Sony derzeit selbst nicht so recht wissen in welche Nische sie mit der Vita schlagen wollen. Ich würde aber meine Hand dafür ins Feuer legen, dass sie außerhalb des 5-20 Euro-Segments keine Überlebenschance haben.
Der Markt hat sich einfach grundlegend verändert und er ist mitnichten zum Stillstand gekommen.
Am 24. Februar 2012 um 08:21 Uhr
@Stefan: Nun, ein neues Smartphone schlägt mit rund 500 Euro einen doppelt so großen Krater in den Geldbeutel. Aber das scheinen ja Millionen von Menschen in Ordnung zu finden.
Ganz extrem finde ich zum Beispiel den Unterschied zwischen iPod Touch und iPhone. Nur das 3G-Modul macht preislich den dreifachen Unterschied. Beschwert sich hier jemand? Nö.
Am 24. Februar 2012 um 18:15 Uhr
@Moritz: Abgesehen davon, dass beim iPhone mehr Zusatz dabei ist als nur der schnöde GSM-Chip geht es ja darum überhaupt nicht.
Ich finde den Preis der Konsole sogar eher überraschend niedrig. Den der Spiele aber unverhältnismäßig wenn man sich den Konkurrenzmarkt anschaut. Natürlich mögen sie in der Produktion so teuer sein und PSP-Spiele damals haben auch PC-Vollpreise gekostet. Aber das war mal. Früher war es auch unvorstellbar, dass Benzin bleifrei sein könne. Die Welt und der Weltmarkt ändern sich. Man muss sich anpassen. Das allerdings konnte Sony noch nie.
Ich kenne persönlich keinen Besitzer eines “gehobenen” Smartphones, der auch nur annähernd Interesse daran hat, sich noch ein Gerät zu kaufen das er sowieso nie dabei hat. Man ist froh, dass inzwischen so ziemlich alles in einem Gerät läuft. Das Telefon hat man halt sowieso. Wieso würde ich mir eine Konsole dazukaufen, die eh spätestens nächstes Jahr technisch überholt ist?
Ich verstehe einfach nicht, welche Zielgruppe Sony anvisiert. Wie gesagt, ich bin mir sicher, dass das Sony derzeit nicht einmal selbst so richtig weiß.
Ich glaube nicht an einen signifikanten Erfolg der Vita, sollten sie nicht ihren Platz zwischen Smartphone und NextGen Konsole finden.
Wir können darüber gern in 1-2 Jahren nochmal reden. Ich lasse mich ja gern eines Besseren belehren.
Am 6. März 2012 um 12:29 Uhr
Die Vita ist kein konkurrenzprodukt zu Iphone und Konsorten. Es ist ein Handheld für Gamer und als solcher ist man es gewohnt, dass eben auch die qualitativ hochwertigere Software ihren Preis hat. Zudem bietet Die Vita nebenbei als Gimmick, Zusatz noch Aspekte eines Smartphones, falls diesem Jemand so sehr am Herzen liegen sollten.
Vielmehr als eine Entwicklung hin zu Smartphone-Games hat sich die Gesellschaft zur Mobilität bekannt und Sony bietet nun eben ein Highend-Erlebnis für unterwegs. Spiele in einem preislichen Rahmen zwischen 10€ und 50 € decken einen großen vielfältigen Raum ab, bei dem jeder Spieler wohl etwas finden wird.
Rayman Origins macht das in meinen Augen schon sher gut, es kostet 35€ bietet lange Spaß, sieht knuffig aus und lässt sich in jedem Moment per Standyby pausieren um nahtlos weitermachen zu können. So können erfolgreiche mobile Spiele aussehen. Wenn mehr nach solch einem Konzept entwickelt wird können wir uns hinschtlich des Spieleangebots unter Umständen auf mehr als nur Monster Hunter und Call of Duty für unterwegs freuen.
Am 17. April 2012 um 16:44 Uhr
Die PS Vita ist nicht das überteuerte Produkt,sondern die im Vergleich masslos unverschämt teuren Speicherkarten!
Am 24. Juni 2012 um 16:46 Uhr
Meiner Meinung nach hat Sony schon mit dem Preis der Ps3
übertrieben, ok sie hat einen Bluray Player der damals viel gekostet hat.
Aber trozdem hat Sony mit dem preis von 300 Euro für eine PsVita den Vogel abgeschossen.
Am 8. August 2012 um 10:06 Uhr
Ich verstehe einfach nicht, welche Zielgruppe Sony anvisiert. Wie gesagt, ich bin mir sicher, dass das Sony derzeit nicht einmal selbst so richtig weiß.
Am 9. September 2012 um 18:35 Uhr
Also 249 bzw 299 Euro bei der Neueinführung sind gerechtfertigt. Solang er nicht nur knapp über ein Jahr hält, wie sämtliche PS3 – Systeme ab der 2ten Variante, die komischerweise nach Verfall von Garantie und Gewährleistung (die Sony mittlerweile auf ein Jahr gedrosselt hat), einen plötzlichen Hardwareschlag erleidet. Und das immer kurz nach einem Update das man machen muss, da sonst kein Onlinegaming möglich ist. Gibt es noch mehr bei denen das der Fall ist? Mir ist das jetzt bei 4 von 5 PS3s der Fall gewesen und Nr. 5 auch bald Verfallsdatum.
Das nenn ich mal Abzocke.
Am 22. Oktober 2012 um 12:17 Uhr
Ich weiss nicht wie das bei den Handhelds generell ist, aber bei den “großen” Konsolen wird zumindest in den ersten 2-4 Jahren mit den Geräten an sich kein Geld verdient. Die Einnahmen werden durch Linzensierungen und Anteile an den Spieleinnahmen gemacht.