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GRAND THEFT AUTO IV

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Der Titel, den man einfach gespielt haben muss


Die Basisformel der »GTA«-Reihe lässt Rockstar North unverändert. Gemeinsam mit Niko kann der Spieler die Straßen von Liberty City erkunden, wie er gerade möchte, sich ein Auto oder Motorrad unter den Nagel reißen und losheizen. Sitzt Niko am Steuer, fällt einem schnell die neue Fahrphysik auf, die sich im ersten Moment etwas schwerfälliger als in den Vorgängerspielen anfühkt. Nach kurzer Eingewöhnungszeit driftet man mit Hilfe der Handbremse jedoch locker selbst um enge Kurven. Ist insbesondere bei Verfolgungsjagden von Vorteil. Die fühlen sich dank des neuen Fahndungssystems auch deutlich authentischer an: Von jedem Polizeiwagen geht ein bestimmter Radius aus. Entkommt Niko diesem und fährt er eine Zeit lang keinem anderen Polizisten über den Weg, darf er durchatmen. Ab vier Fahndungs-Sternen ist das aber ziemlich anstrengend.

Vielleicht die größte Stärke von »GTA IV« ist die mit Abstand lebendigste Simulation einer Großstadt, die uns bisher untergekommen ist. An allen Ecken und Enden gehen Einwohner ihrem Leben nach, bestellen ihr Würstchen am Hotdog-Stand, telefonieren und lassen ihren Kaffeebecher fallen, wenn Niko die Waffe zückt. Da stört es auch wenig, dass nicht jede der drei Inseln sofort erreichbar ist. Diese Freischaltung geschieht übrigens fließend, Hand in Hand mit den Missionen. Wir waren jedenfalls nicht wenig überrascht, als wir uns nach ungefähr 20 Stunden das erste Mal zwischen den Wolkenkratzern von Algonquin wieder fanden. Wer sich richtig Zeit lässt, wird vielleicht erst nach 100 Stunden alles gesehen und erlebt haben, so groß ist dieses Meisterwerk!

Gewalt als akzeptable Umgangsform

Wenn man GTA IV etwas ankreiden kann, dann ist es seine Neigung, Menschenverachtung als akzeptable Umgangsform und Diebstahl sowie Mord als hinzureichendes Mittel zum Zweck darzustellen. Diese allgegenwärtige Anwesenheit von Gewalt, diese Selbstverständlichkeit des Tötens wird durch rein gar nichts entschärft, auch nicht durch die USK, die diesem Spiel ohne Kürzungen eine Altersfreigabe erteilt hat. Diese Welt wirkt einfach echt und ungeschönt. Das geht in Ordnung, erst durch diese Kompromisslosigkeit kann etwas wirklich großartiges entstehen. Das heißt aber auch, dass dieses Spiel nichts in den Händen Jüngerer verloren hat.



  Außerdem im Heft:
-    Warum uns dieses Spiel einfach nur umhaut
-    Taxi fahren, Clubs besuchen und mehr - Freizeitattraktionen im Überblick
-    Grandiose Musiksender, bei denen für jeden etwas dabei ist
-    Der Multiplayer - Nette Dreingabe oder echtes Erlebnis?
-    Das neue Schadensmodell im Detail
-    Was macht GTA IV besser als die Vorgänger
-    Spielt sich der Titel so gut, wie er aussieht


Dieser Test ist zu finden in der Ausgabe

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