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TIMESHIFT

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Wenn man's genauer betrachtet, sind die Ähnlichkeiten zu »Halo 3« verblüffend. Beides sind Ego-Shooter mit Helden in Kampfanzügen. Doch dieses Game kommt ohne quiekende Grunts aus.


TIMESHIFT



Wenn man's genauer betrachtet, sind die Ähnlichkeiten zu »Halo 3« verblüffend. Beides sind Ego-Shooter mit Helden in Kampfanzügen. Doch dieses Game kommt ohne quiekende Grunts aus.

Timeshift

Meine Fresse, zieht das Spiel durch, dagegen kommt der Einstieg in »Halo 3« echt lahm rüber: Das sind Gedanken, die einem in den ersten Minuten mit diesem Knaller-Shooter durch den Kopf schießen. Schon die erste halbe Stunde lässt einen nicht mehr los. Dabei hätte das gute Stück schon vor über einem Jahr das Tageslicht erblicken sollen. Kurz vor Veröffentlichung im August 2006 stoppte Vivendi aber die Produktion und gab dem Entwickler Saber Interactive ein zusätzliches Jahr um die Technik gleichstellend mit anderen Top-Titeln zu bringen. Endlich ist es da, wir haben es gezockt!

TimeshiftDer Held von »Timeshift« wird nie gezeigt, nie beim Namen genannt. Der Spieler soll sich voll und ganz ins Spiel versetzen können und die Welt verändern. Selbst die Kulissen tragen abstrakte Namen.

Schon zu Beginn des Spiels merken, dass hier etwas verdammt schief läuft. Prassender Regen, raue Straßen und eine Stimme, die durch die menschenleere Gegend hallt. Es ist die von Dr. Krone, der die Zeitmaschine für seine Zwecke missbraucht und nun die Welt in einen apokalyptischen Zustand versetzt hat. Der namenlose Held und sein Anzug kommen da gerade recht.

Licht und Schatten

Dieses Kleidungsstück nennt sich »Beta-Suit« und versetzt seinen Träger in die Lage, die Zeit nach seinem Willen zu manipulieren. Auch wenn sich »Timeshift« anfangs wie jeder andere Shooter spielt, entsteht stets dieses Nur-noch-diese-eine-Mission-Gefühl. Die Harmonie aus genialer Grafik und packender Spannung erweckt das Verlangen, das Spiel auf Anhieb durchspielen zu wollen. Denn nie ist man sicher und muss ständig auf der Hut sein. Schnell läuft man einem Scharfschützen vor die Flinte. Dank unseres Anzugs stecken wir die ersten Treffer locker weg, zumal er die praktische Funktion besitzt, sich selber zu regenerieren.

TimeshiftDie Zeit gestoppt, bleiben vier Sekunden, den Scharfschützen zu entdecken und auszuschalten. Gezielt, gezoomt, getroffen und schon sehen wir ihn aus seinem Versteck im Turm in sein Verderben fallen. Ein wenig später beobachten wir, wie zwei Kameraden eine Stahlarmierung aushebeln und somit sich ein Fluchtweg für uns eröffnet.

Eine Gemeinsamkeit mit »Half-Life 2« oder »Bioshock« sind die vielen Überraschungen. Immer dann, wenn man glaubt, das Spiel zu kennen, belehrt es einen besser. Rasante Tempowechsel von Massenschlachten zu einzelne Heckenschützen auseinander nehmen, motivieren zum Weiterspielen ungemein. Einfaches Rumgeballer ohne taktische Überlegungen führt bei »Timeshift« auf keinen grünen Zweig. Auch wenn sich das Spiel in der Spielpräsentation in einigen Punkten von der Konkurrenz unterscheidet, so ist die Erzählstruktur nur schwach ausgeprägt. Trotzdem findet man eine solche Verbundenheit, wie sie hier zu erleben ist, in den allerwenigsten Shootern wieder.

  Außerdem im Heft:
-    ausführlicher Multiplayer-Bericht
-    Die »Timeshift«-Funktion im Detail
-    Was in der deutschen Version gekürzt wurde
-    Womit »Timeshift« weniger punkten kann
-    Noch mehr zum Spielgeschehen
-    Massig Bilder zum Shooter
-    Hol’s dir jetzt als Abo-Prämie; Formular im Heft oder Online!



Dieser Test ist zu finden in der Ausgabe

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