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Dark Void

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Capcoms neues Shooter-Highlight? Test!


Ein neuer Third-Person-Shooter von Capcom! Jenem Haus also, das im vergangenen Jahr großartigen Stoff wie »Resident Evil 5« und »Street Fighter IV« hervorgebracht hat – so was sollte man blind kaufen können, oder? Nicht unbedingt. Denn nachdem uns ein endgültiges Softwaremuster erreicht hat, bleibt für diesen Test festzustellen: »Dark Void« macht verdammt vieles richtig. Aber leistet sich halt einige Schnitzer.

Macht vieles richtig...

Das Sci-Fi-Setting jedenfalls macht an: Wie ein Kerl namens Will und seine KI-gesteuerte Begleiterin namens Ava auf einer Insel im Bermuda-Dreieck eine Bruchlandung hinlegen; im Dschungel von offenbar außerirdischen Kreaturen beschossen werden; sich beide kurz darauf in einem Parallel-Universum namens »Die Leere« wiederfinden und später gemeinsam mit Rebellen einer Alien-Invasion auf den Grund gehen – all das weckt das Interesse wirkungsvoll! Sobald man das fade Herumgelaufe im Dschungel hinter sich gebracht und die ersten Aliens gemeuchelt hat; sobald das Ganze durch Dialogszenen und Kamerafahrten einen cineastischen Anstrich bekommt und die Zusammenhänge bloßgelegt werden, zündet »Dark Void«. Ein paar hektische Schießereien, dazwischen taktischer Deckungskampf; Bossgegner in die Erde reiben; per Jetpack und Angriffsgleiter zur Jagd auf die Alien-Invasoren blasen – an spielerischer Abwechslung fehlt es genauso wenig wie an visuellen Höhepunkten. Beim Marsch durch Schluchten, Tunnel, Hightech-Fabriken und Raumschiff-Innereien durchlaufen die Kulissen die gesamte Farbpalette von grün bis blau und orange. In den knapp zehn Stunden Spielzeit – übrigens ein reines Einzelspieler-Erlebnis – wechseln Orte und Aufgaben häufig. Trotz der geradlinigen Aufgabe-folgt-Aufgabe-Struktur bleibt Raum für Experimente, beispielsweise mit den Eigenschaften von Scharfschützen- und anderen Strahlenwaffen. Oder nutzt man Wills Jetpack, um bodengestützte Attacken aus erhöhter Position zu kontern? Solche und andere Überlegungen motivieren!



...aber auch einiges falsch
All das fühlt sich interessant an, und spielt sich, von der Steuerung mal angesehen, annehmbar flüssig. Aber irgendwie lassen einen Figuren und Waffensystem kalt. Warum? Zu seicht! Um Crizzero aus dem Forum zu zitieren: »Bei anderen Actiongames gibt's kein Laser-Geschieße, da fliegen noch richtige Patronen. Da wechselt man noch Magazine«. Recht hat her. »Dark Void« verzichtet auf Details, die das Ganze authentisch und packend machen. Das Gesamtgefüge wirkt nicht so herrlich erdig, wie das zum Beispiel bei einem »Uncharted 2« der Fall ist. Zudem scheitert die Steuerung beim Versuch, Lauf- und Flugaction auf geschmeidige Art und Weise unter einen Deckel zu bekommen. Selbst nach dem Abschluss der langwierigen Eingewöhnungsphase mutet alles behäbig an. Schade, denn in Handlung und Design steckt Potenzial für ein großartiges Actiongame. So wie´s ist, ist´s aber eher nur gut. Ungewöhnlich für ein Capcom-Game.

Dieser Test ist zu finden in der Ausgabe 02/10

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