
Paris, 1940: Aus den nasskalten, grauen Straßen ist die Farbe gewichen. Und mit ihr die Ausgelassenheit und das »Savoir Vivre« der Franzmänner. Rote Flaggen wehen bedrohlich im Abendwind, grell leuchtende Suchscheinwerfer lassen tief schwebende Zeppeline erkennen, Stacheldraht prägt das Stadtbild. Und ebenso trostlos wie das Paris zur Zeit der Nazi-Besetzung ist auch das Leben des irischen Rennfahrers und Mechanikers Sean Devlin, den nicht die französischen Freudenmädchen in die Stadt der Liebe gelockt haben. Auch nicht die französische Résistance, die aus dem Untergrund heraus agiert und wichtige deutsche Stützpunkte lahmlegt oder hochrangige Nazi-Führer tötet. Sean ist ein Einzelkämpfer, getrieben von der Rache an einem einzigen, deutschen Offizier, der ihn den Sieg in einem wichtigen Autorennen und seinen Freund und Rennstallkollegen das Leben kostete. Doch schon bald muss Sean einsehen, dass selbst der stärkste Wille keine Chance im Kampf gegen die Überzahl der Wehrmacht hat – und dass seine einzige Möglichkeit, Rache zu üben, darin besteht, die Widerstandskämpfer zu unterstützen. Er wird zum Saboteur.
Tod den Krauts!
Paris und das französische Umland der naturbelassenen Champagne-Ardenne und Picardie bilden bis auf einige Straßensperren eine offene Welt, die Sean aus der Verfolgerperspektive erkunden kann, wie es ihm beliebt. Von seinen Freunden und anderen Widerständlern bekommt er in regelmäßigen Abständen durch Gespräche oder Briefe Aufträge, die er erfüllen kann - oder auch nicht. Für jede erledigte Mission gibt’s nicht nur Geld und Schmuggelware, auch die Macht der Nazis sinkt in sabotierten Gebieten merklich. Besonders zu Beginn des Spiels ist das sonst so farbenfrohe Paris noch in tristes Schwarz-Weiß getaucht. Lediglich die Straßenlaternen und einige erleuchtete Fenster glimmen in fadem Gelb, die Armbinden der patroullierenden Soldaten warnen mit einem knalligen Rot. Wunderschön und melancholisch anzuschauen – erinnert an den Stil eines »Sin City«. Wenn dann noch einige betrunkene Besatzer beginnen, in rauher Manier französische Passanten anzupöbeln, zu verprügeln oder Frauen derbe anzubaggern, dann ist das Szenario perfekt: schmutzig, hoffnungslos, alle schauen nur zu, anstatt zu helfen. Auch man selbst sollte die geballte Faust lieber in der Tasche stecken lassen, denn die Krauts sind mit dem Anfordern von Verstärkung per Trillerpfeife schnell bei der Sache – und im Kugelhagel der deutschen MP40s überlebt es sich nicht allzu lang. Sobald die ersten Sabotage-Akte jedoch erfolgreich absolviert wurden, kommt immer mehr Farbe ins Spiel. So darf der Ire mit der feschen Schiebermütze durch die endlos lange Prachtstraße der Champs d’Elysée flanieren, vorbei am östlichen Bahnhof Gare de l’Est und dem Tour d’Eiffel, bis hin zum Nachtclub »Belle de Nuit«, einem der Geheimverstecke der Résistance, während um ihn herum die Stadt zu neuem Leben erwacht. Selbst einfache Bürger reagieren auf das Erstarken der Widerstandsbewegung, indem sie den pöbelnden Nazis die Stirn bieten. Wirkt wunderbar authentisch!
Damit Sean die teils sehr langen Wege nicht zu Fuß zurücklegen muss, darf er, ähnlich wie Niko Bellic, in jedes beliebige Fahrzeug steigen, das er in die Finger bekommt: einen Renoir Cruiser zum Beispiel, oder den schnittigen Dauphin Cabrio. Auffällig: Einmal hinter das Steuer geklemmt, ist die Ähnlichkeit zu »GTA IV« nicht mehr zu leugnen. Die Steuerung gleicht dem Gangster-Epos bis ins kleinste Detail und sogar den Radiosender kann man per Digi-Pad durchwechseln. Einzig das Schadensmodell der Karossen lässt zu wünschen übrig. Anstatt Blechteile zu verlieren oder zu verbeulen, sieht man höchstens ein paar Einschusslöcher im Lack oder Blutspritzer auf der Kühlerhaube. Wenn die Karre anfängt zu rauchen oder gar Feuer fängt, ist es aber höchste Zeit für einen kühnen Sprung aus der Fahrertür, bevor Sean der fahrbare Untersatz um die Ohren fliegt. Schade, da wäre mehr ausnahmsweise doch besser gewesen. Doch nicht nur von Niko Bellic scheint sich Sean was abgeguckt zu haben. Auch Ähnlichkeiten zu Ubisofts Meuchelmördern Ezio und Altaïr sind erkennbar: So kann Sean an beinahe allen Häuserfassaden – und sogar am Eiffelturm – hinaufklettern, flink und ungesehen über die Dächer von Paris hüpfen und sich an Telefonleitungen oder gespannten Seilen über Straßen hangeln. Klappt größtenteils hervorragend und sieht auch noch umwerfend aus; nur ab und zu bockt die Kamera und Sean verliert sich hinter einem Baum oder in einer engen Dachnische. Ist aber verschmerzbar.Nur ein toter Nazi ist ein guter Nazi
In den rund 20 Stunden Spielzeit, die allein durch das Absolvieren der Hauptmission gefüllt werden, kommt nur in den seltensten Fällen Frust oder Langeweile auf. Zu authentisch und wirkungsvoll ist das Szenario, zu fesselnd Seans Geschichte, die im Laufe auch durch fantastische Rendervideos und einige überraschende Wendungen nochmal richtig an Fahrt aufnimmt. Damit ist »Saboteur« eine klare Kaufempfehlung für jeden Spieler, der Wert auf eine ausgeklügelte Story in einer ausgereiften und nahezu perfekt geschaffenen Welt legt. Eine Glanzleistung, Pandemic. Schade, dass das Beste nun zum Schluss kommen musste.Dieser Test ist zu finden in der Ausgabe 01/2010
Street Fighter X Tekken
Resident Evil
Sonic Generations
kurz & knapp
Hersteller/ Electronic Arts
Entwickler/ Pandemic
Preis/ ab 60 Euro
Genre/ Action-Abenteuer
Spieler/ 1
Xbox Live/ nein
USK/ ab 18 Jahren
Erhältlich/ 4. Dezember 2009
Hersteller/ Electronic Arts
Entwickler/ Pandemic
Preis/ ab 60 Euro
Genre/ Action-Abenteuer
Spieler/ 1
Xbox Live/ nein
USK/ ab 18 Jahren
Erhältlich/ 4. Dezember 2009
kurz gesagt
Ein fesselnder Film-Noir im besetzten Paris des zweiten Weltkriegs: »GTA« lässt freundlich grüssen.
Ein fesselnder Film-Noir im besetzten Paris des zweiten Weltkriegs: »GTA« lässt freundlich grüssen.
Wertung 360 Live
GRAFIK
Charaktere wirken hölzern, sonst aber sehr stylisch
Charaktere wirken hölzern, sonst aber sehr stylisch
8
SOUND
Jazz, Blues und französischer Gesang: echtes 40er Jahre-Feeling
Jazz, Blues und französischer Gesang: echtes 40er Jahre-Feeling
8
STEUERUNG
Sehr flott und eingängig – genau wie in »GTA IV«
Sehr flott und eingängig – genau wie in »GTA IV«
9
GESAMTEINDRUCK
Vorher kaum was von dem Spiel gesehen. Plötzlich ist es da, und haut voll rein. Überraschend!
Vorher kaum was von dem Spiel gesehen. Plötzlich ist es da, und haut voll rein. Überraschend!
8.7
Leserwertung
von 13 Leserwertungen
GRAFIK
6.9
SOUND
7.3
STEUERUNG
7.8
GESAMT-
EINDRUCK
EINDRUCK
8.7
von 13 Leserwertungen
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Sieht ja ganz nett aus, aber ich stelle mir dir Frage, wann endlich Games mit 2. Weltkrieg-Szenarien Einhalt geboten wird. Dieses Thema ist langsam öde. Dann schon lieber Mittelalter, etc.
09.12.2009 20:26
es spielt vor dem 2. weltkrieg und auf deinen wunsch hin werden wohl auch viele sagen "boar nicht schon wieder mittelalter"
10.12.2009 13:17
Hehe, das ist gut möglich, deshalb ist es ja gut, dass es verschiedene Geschmäcker gibt ;-)
10.12.2009 20:52
Eigentlich mag ich das WWII Szenario überhaupt nicht. Ist ziemlich ausgelutscht, aber dieses Spiel reizt mich dennoch. Es ist einfach GTA im WWII Look und wer GTA mag wir auch Saboteur mögen. Hab es nun schoneinige Stunden gezockt und es macht immer wieder auf´s neue Spass. Kann es absolut empfehlen. Top Game !!!
21.12.2009 11:29
Hab bisher viel Gutes über dieses Game gehört und werde es mir die Tage auch zu legen!
22.12.2009 23:56
Also auf dem PC ruckelts wie sau, viele Elemente werden grafisch nicht korrekt dargestellt, was nicht an der Hardware liegt. Hoffentlich ist es auf der 360 besser.
Was den Inhalt angeht, mau.
Sowohl technisch als auch geschichtlich.
Nix neues, wenig Inovation.
Erstaunlich, dass man damit Millionen verdienen kann.
Da hat mir Mirror's Edge besser gefallen.
Aber so ist das mit Geschmack, nur ein Top Game ist es bei Leibe nicht.
23.12.2009 03:23
Auf der Seite 55 des Magazins steht:
Mehr auf www.360-live.de Test
? Ausführliches Video: So sieht?s mit Nackt-Patch aus!
Schon mal jemand gefunden?
Top Magazin!
23.12.2009 03:30
Das Spiel ist wirklich Gut schade um Pandemic aber auf jeden Fall eine würdige Abschlussarbeit.Um nochmal auf das Spiel zurück zu kommen Ich finde dieses Feature mit der langsam zurück kehrenden Farbe ihn jedem Abschnitt den man Befreit hat sehr Interessant (nun könnte ich mit dem Witz kommen das dieses Feature Farbe ins Spiel bringt,mache ich aber nicht).Fazit:Gutes Spiel,ab ihn den Widerstand Kamerad
04.01.2010 09:02
Optisch und akustisch ist das Spiel echt ein Fest, die Steuerung geht gerade noch so in Ordnung, aber dass die Missionen so wenig Spielraum zwischen Durchschleichen und "Wer hat hier bitte die gesamte Wehrmacht zum Tee eingeladen?" lassen, lässt die Glaubwürdigkeit und damit auch den Spielspaß ganz rapide nach unten sinken... schade, jätte echt ein Hit werden können... so ist es imho nur ein weiteres Indiz (nach Herr der Ringe: Die Eroberung) weshalb die Schließung des Studios sinnvoll war.
Hoffentlich finden die Missionsdesigner nen Job, der Ihnen besser liegt und die Grafik- und Tonleute nen Job bei Visceral Games! ;)
24.01.2010 17:23
Zu Beginn dachte ich: "Nicht schon wieder 2. Weltkrieg." Ich wurde eines Besseren belehrt, die Story kommt echt gut an, sowie Sound und Grafikdesign. Die Steuerung ist nicht gerade der Hit. Mehr Handlungsfreiraum im Gameplay wäre notwendig. Ich zock´s trotzdem ;-)
18.02.2010 21:09
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07.03.2010 23:28
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12.03.2010 09:43
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13.03.2010 06:46
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http://womenhour.blogspot.com/2010/03/quashes-adverted-princess-hour.html
13.03.2010 21:08
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14.03.2010 12:04